Das jemenitische Ministerium für Gesundheit hat heute bekannt gegeben, dass 55 Prozent der Krankenhäuser im Jemen wegen der Angriffe der Saudi-Arabien-Koalition außer Betrieb sind.

Der Sprecher des jemenitischen Gesundheitsministeriums hat heute  auf einer Pressekonferenz in Sanaa mitgeteilt, dass die Einstellung der Aktivitäteten von 55 Prozent der Krankenhäuser eine Folge von direkten Angriffen auf die medizinischen Einrichtungen im Jemen sei. Er gab zudem an, dass die wirtschaftliche Blockade des Landes durch Saudi-Arabien und der USA zum Tod von mehr als 14 Tausend Patienten geführt habe. Mehr als 95 Prozent der Patienten müssten im Ausland behandelt werden, sagte er weiter und fügte hinzu, dass mehr als die Hälfte der jemenitischen Kinder wegen der Angriffe und des wirtschaftlichen Boykotts des Landes an Mangelernährung leiden. Mehr als 800,000 Menschen leiden ihm zufolge seit dem April letzten Jahres an Cholera und mehr als 2000 Menschen haben ihr Leben wegen dieser Krankheit verloren. Die materiellen Schäden, die die Angriffe für die medizischen Einrichtungen hinterlassen haben, übersteigt 8 Milliarden Dollar. Er gab auch bekannt, dass viele Medikamente und medizinische Mittel, die in den Jemen geliefert werden sollten, durch saudische Militärs in Dschibuti beschlagnahmt worden seien.