Die islamisch-palästinensische Widerstandsbewegung (Hamas) hat die Forderungen des US-Sondergesandten beim nationalen palästinensischen Versöhnungsabkommen als eine klare Einmischung in die internen Angelegenheiten Palästinas bezeichnet.

Bassem Naim, hochrangiges Hamas-Mitglied, sagte am Donnerstag, die Forderung des US-Sondergesandten in Ramallah Jason Greenblatt an die Palästinenser, das israelische Regime offiziell anzuerkennen ist eine klare Einmischung.

Das Hamas-Mitglied wies darauf hin, dass diese Forderung an die palästinensische Regierung der nationalen Einheit auf Nachdruck des israelischen Regimes erfolgt sei und erklärte: "Allein das palästinensische Volk hat das Recht, im Rahmen seiner Interessen über sein Schicksal und seine Regierungsform in diesem Territorium zu entscheiden."

Der US-Sondergesandte in Ramallah hat nach der Unterzeichnung des nationalen Versöhnungsabkommens zwischen Fatah und Hamas die Palästinenser aufgefordert, Israel offiziell anzuerkennen.

Unterdessen hatte der Ministerpräsident der palästinensischen Einheitsregierung Rami Hamdallah bei seinem Treffen mit Greenblatt am Montag betont: "Die besatzerische Politik Israels wird nicht nur die Bildung eines unabhängigen palästinensischen Staates untergraben, sondern führt die Existenz Israels ins Verderben. Die USA muss Tel Aviv unter Druck setzen, dieser Politik ein Ende zu setzen."