Der Islam ist die am stärksten wachsende Religion weltweit. Laut einer Studie wird der Anteil der Muslime an der Weltbevölkerung bis 2050 auf 29,7 Prozent steigen. Der Christen-Anteil bleibe konstant.

 

Laut einer US-Amerikanischer Studie der Islam ist die am stärksten wachsende Religion weltweit. Auch in Deutschland und Europa wird es künftig mehr Muslime geben.

Der Islam bleibt über die kommenden Jahrzehnte die am stärksten wachsende Weltreligion. Während der Anteil der Christen an der Weltbevölkerung nach einer Projektion des US-amerikanischen Pew Research Centers bis 2050 in etwa konstant bei 31,4 Prozent bleiben wird, sagt die Studie für Muslime einen Anstieg von 23,2 auf 29,7 Prozent voraus. Dennoch werde dann die absolute Zahl der Muslime mit 2,76 Milliarden noch immer unter der Zahl der Christen mit 2,92 Milliarden liegen - allerdings nur noch ganz knapp.

Als größtes muslimisches Land wird Indonesien bis 2050 voraussichtlich von Indien abgelöst. Laut der amerikanischen Studie "The Future of World Religions" (Die Zukunft der Weltreligionen) werden in 35 Jahren in Europa 10,2 Prozent der Bevölkerung muslimisch sein; Zum Vergleich: 2010 waren es 5,9 Prozent.

Deutschland wird drittgrößte muslimische Gemeinschaft

Die Türkei und Russland ausgenommen, besitzt Großbritannien dann die größte muslimische Gemeinschaft mit 7,76 Millionen, gefolgt von Frankreich mit 7,54 Millionen und Deutschland mit 7 Millionen. Nach Angaben der Statistiker werden im Jahr 2050 nur noch 74,7 Millionen Menschen in Deutschland leben - zur Zeit sind es noch 80,7 Millionen. Der Anteil der Muslime an der gesamten Bevölkerung in Deutschland läge damit bei knapp zehn Prozent.

Global gesehen bilden die stärkste islamische Wachstumsregion die Länder südlich der Sahara. Dort werden den Prognosen zufolge im Jahr 2050 24,3 Prozent aller Muslime weltweit leben; 2010 waren es 15,5 Prozent. Im Asien-Pazifik-Raum überholen die Muslime die Hindus als größte Religionsgemeinschaft. Weltweit werden Muslime 2050 in 51 Ländern mehr als die Hälfte der Bevölkerung stellen; dies sind zwei Länder mehr als heute, und zwar Mazedonien und Nigeria.

Zugleich nimmt die Konfessionalisierung global zu: Der Anteil der religiös Ungebundenen an der Weltbevölkerung sinkt der Studie zufolge von 16,4 Prozent auf 13,2 Prozent. Hingegen stellen die Religionslosen künftig in Frankreich und in den Niederlanden die größte Bevölkerungsgruppe.

 

Quelle:NTV/dol/KNA/Welt