Der russische Botschafter bei der UNO Wassili Nebensja kritisierte die Delegation für Untersuchung der Chemieangriffe in Syrien und erklärte die Bereitschaft Moskaus, durch einen neuen Mechanismus mit der UNO ins Gespräch zu kommen.

Nach einer nichtöffentlichen Sitzung des UN-Sicherheitsrats am gestrigen Mittwoch sagte Russlands UN-Botschafter vor den Journalisten, dass die Untersuchungsdelegation keine Effizienz mehr habe und der Mechanismus der "gemeinsamen Untersuchung" durch die Arbeit dieser Delegation vollkommen ungültig geworden sei.

Russland hat bislang die Vorschläge der USA über die Verlängerung des Auftrags des gemeinsamen Komitees der Organisation für das Verbot chemischer Waffen OPCW und der UNO über den Chemieangriff in Khan Sheikhun in der syrischen Provinz Idlib abgelehnt. Russland betont, dass dieses Komitee alle vorgelegten Dokumente der Experten ignoriert. 

Nach dem Chemieangriff in Khan Sheikhun am 4. April 2017 haben die USA und deren Verbündete, die die bewaffneten Gruppen und Terroristen unterstützen, unmittelbar versucht, den Angriff der syrischen Regierung zuzuschreiben. Damaskus wies diese Behauptung entschieden zurück. Moskau und Damaskus beziehen sich auf Dokumente, die beweisen, dass der Chemieangriff in Khan Sheikhun durch die Terroristen durchgeführt worden ist. Sie fordern eine unparteiische und sachliche Untersuchung des Ereignisses.    

 

Quelle: dpa