US-Athletin als Vorbild - Ibtihaj Muhammad bei der Präsentation der Barbie-Puppe in New York

Die Barbie-Puppe trägt demnächst auch Kopftuch.

Im kommenden Herbst kommt eine offizielle Version der Spielzeugpuppe mit dem muslimischen Hidschab auf den Markt. Sie ist Teil der Reihe "Sheroes", die Heldinnen portraitiert.

Vorbild für die Kopftuch-Barbie ist die US-Säbelfechterin Ibtihaj Muhammad. Die 31-jährige Sportlerin war letztes Jahr als erste muslimische US-Athletin mit Kopftuch bei Olympia angetreten. Sie selbst zeigte sich auf Twitter begeistert: Es mache sie stolz, dass kleine Mädchen überall auf der Welt mit einer Barbie spielen könnten, die ein Kopftuch trägt. 

Ansonsten fiel das Echo auf die Produkt-Ankündigung gemischt aus. Manche schrieben auf Twitter, sie erwarteten dazu klare Worte von jenen Feministinnen, in der Vergangenheit das unrealistische Körperbild von Barbie kritisiert hatten. Andere sehen in der neuen Puppe einen Schritt für mehr Offenheit. "Das bunte und tolerante Weihnachten kann kommen", hieß es. 

Der Hidschab bezeichnet des traditionelle islamische Kopftuch. Es bedeckt Haar, Ohren, Hals und Schultern und lässt das Gesicht frei. Anfang 2016 hatte die Nigerianerin Haneefa Adam mit einer selbst entworfenen "Hijarbie" für Aufsehen gesorgt: Sie nähte muslimische Kleidung für die Puppe, inklusive Hidschab. Sie wolle ein Vorbild für muslimische Mädchen schaffen, erklärte die Bloggerin damals.

 

Quelle: Apa/dpa