Mosleminnen führen die Polizei im schweizerischen Tessin an der Nase herum. Dort ist, wie in Frankreich, Belgien und ab 1. Oktober auch in Österreich, die Vollverschleierung verboten. Mit einem Trick umgehen Mosleminnen aber das Burkaverbot. Statt eines Schleiers tragen sie einen medizinischen Mundschutz. Die Polizei muss diesem Treiben derzeit machtlos zusehen.

Eigentlich ist das Tragen von Burkas im Schweizer Kanton Tessin verboten. Seit vergangenem Sommer gilt dort ein Gesetz, das Ganzkörperschleier in der Öffentlichkeit untersagt. Wie die „Aargauer Zeitung“ berichtet, haben einige Musliminnen im Tessin nun aber einen kreativen Weg gefunden, um das Burka-Verbot zu umgehen.

Die Frauen tragen lange Gewänder und Kopftuch. Dazu kombinieren sie einen medizinischen Mundschutz, wie man ihn aus OP-Sälen in Krankenhäusern kennt. So ist vom Gesicht genau so wenig zu erkennen wie bei einer echten Burka.

Dies sei ein neues Phänomen, das erst im Laufe des Jahres aufgetaucht sei, sagte Roberto Torrente, Sprecher der Polizei im Tessiner Bezirk Lugano gegenüber der Zeitung „Giornale del Popolo“.

 

 

Verboten ist diese kreative Kleidung nicht. Doch Kopftuch und Mundschutz ergeben in Kombination eine Vollverschleierung. Nun will man im Tessin die Möglichkeit prüfen, ob Mosleminnen, die auf diesen Burka-Ersatz ausweichen, zum Herzeigen eines medizinischen Attests gezwungen werden könnten.

Am Ende der Fahnenstange wäre man dann aber auch noch nicht angekommen, denn Polizist Torrente erzählt der Tessiner Zeitung einen Fall, wie eine Frau dem Verhüllungsverbot mit einem anderen Trick entging: Sie wurde gebeten, den Schleier abzunehmen. Sie kam der Aufforderung nach, setzte sich eine große Brille auf und hielt die Hand vor den Mund. So "verhüllt" lief sie davon.

 

Quelle: GdP/AZ/WzI