Niemand soll sein Gesicht im öffentlichen Raum verhüllen dürfen – so wollen es die Initiatoren einer Schweizer Volksinitiative. Die war schonmal erfolgreich, als es bei einer Abstimmung um den Islam ging.

Die Volksinitiative „Ja zum Verhüllungsverbot“ in der Schweiz kann nun definitiv stattfinden. Von den insgesamt 106.457 eingereichten Unterschriften sind laut Mitteilung des Bundes 105.553 gültig, wie örtliche Medien am Freitag berichteten. Jetzt werden die Eidgenossen über die Einführung eines nationalen Burkaverbots entscheiden.Die Abstimmung dürfte in den nächsten zwei Jahren kommen.

Bei einer Annahme könnten Musliminnen sich in der Öffentlichkeit nicht mehr mit Nikab und Burka zeigen. Im Kanton Tessin gilt so ein Verbot schon. Die Aktivisten sagen, die Initiative habe nichts mit Religion zu tun. Es gehe um Verhüllungen aller Art.

Die Initiatoren, das sogenannte Egerkinger Komitee, wollen in die Verfassung schreiben, dass niemand sein Gesicht im öffentlichen Raum verhüllen darf. Das Komitee, dem mehrheitlich Mitglieder der nationalkonservativen Schweizer Volkspartei (SVP) angehören, war bereits mit der Anti-Minarett-Initiative erfolgreich, die Ende 2009 von den Schweizer Bürgern angenommen wurde.

Bei einer Annahme könnten Musliminnen sich in der Öffentlichkeit nicht mehr mit Nikab und Burka zeigen. Im Kanton Tessin gilt so ein Verbot schon. Die Aktivisten sagen, die Initiative habe nichts mit Religion zu tun. Es gehe um Verhüllungen aller Art.

 

Quelle: WzI/sda/faz.Welt