Die Terrormiliz Daesh (auch „Islamischer Staat“, IS) erweitert sein Methodenspektrum zur Werbung neuer Kämpfer und versucht gleichzeitig, sein Image zu verbessern.

 

Die Terrormiliz Daesh gilt allgemein als aggressive, brutale und blutdürstige Gruppierung. Doch wie sie sich nun darstellen, hat sich der IS wohl vorgenommen, sein extremistische Image menschlicher zu gestalten. Mit ganz ungewöhnlichen Methoden der Anwerbung neuer Mitglieder:  So sei in der letzten Ausgabe der Online-Zeitschrift  „Dabiq“, die der IS zur Propaganda und Anwerbung neuer Mitglieder aus dem Westen nutzt, ein Foto eines Kämpfers mit einem Kätzchen auf der Hand veröffentlicht worden. Im Artikel unter dem Titel „Sehen Sie sich die Schöpfung aufmerksam an“ heißt es demnach, das Kätzchen soll dem Kämpfer Abul-Harith ath-Thaghri  zugelaufen sein und ihm in die Hände gesprungen sein.

ISIS will den Katzen-Hype im Internet zunutze machen. Die Kämpfer wollten zeigen, dass ihnen auch Menschliches nicht fremd sei, dass sie nicht so erschreckend seien könnten, wo doch Katzen keine Angst vor ihnen hätten. 

 

 

 

​„Die Nutzung eines eher milderen Image ist üblich für IS-Propaganda, die sich an Muslime richtet“, zitiert The Independent den stellvertretenden Direktor des Internationalen Zentrums für Radikalisierungslehre am King's College London, Shiraz Maher. „Obwohl wir die extreme Brutalität des IS gewöhnt sind, werden Videos und Fotos dieser Art nur bekannt, weil die Schockwelle, die sie hinterlassen, sie populär macht“. Die jüngsten Videos, die der IS online stellte, sind dagegen immer öfter sanfter.

Die Terrormiliz Daesh stellt heute eine der größten Bedrohungen für die Weltsicherheit dar. Die Daesh-Kämpfer haben in den drei zurückliegenden Jahren große Gebiete des Irak und Syriens besetzt und versuchen jetzt, ihren Einfluss auf Nordafrika, besonders Libyen, auszudehnen. Nach unterschiedlichen Schätzungen erstrecken sich die vom Daesh kontrollierten Gebiete, in denen ein „islamisches Kalifat“ ausgerufen wurde, über insgesamt 90.000 Quadratkilometer.

 

Quelle: Muslimpress